Sollten Oma- oder Opa-Sessel auch als Massagesessel angeboten werden?
Z. B. :
https://www.google.de/#hl=de&gs_rn=1&gs_ri=hp&tok=PpXs0EUFApuTHiwkGOznRA&cp=12&gs_id=12&xhr=t&q=Massagesessel&es_nrs=true&pf=p&tbo=d&biw=1276&bih=813&sclient=psy-ab&oq=Massagesesse&gs_l=&pbx=1&bav=on.2,or.r_gc.r_pw.r_cp.r_qf.&bvm=bv.41524429,d.Yms&fp=d72e953205a508c
Ein Netz gegen Einsamkeit
Wie Senioren richtig Kontakte knüpfen
Essen
Wieder liegt eine Todesanzeige eines Freundes im Briefkasten: Im
Alter wird der Kreis der gleichaltrigen Bekannten immer kleiner. Für neue
Kontakte gibt es kein Patentrezept.
Fünf bis zwanzig Prozent der Senioren in Deutschland berichten von
ausgeprägten Einsamkeitsgefühlen – die Zahlen differieren je nach Studie. Der
Anteil ist bei Männern und Frauen
annähernd gleich, wie Wissenschaftler der Technischen Universität
München (TUM) feststellten. Entscheidend ist dabei nicht, ob die Senioren
alleine leben: Wer über ein intaktes Netz von Sozialkontakten verfügt, empfindet
das Alleinsein nicht als Belastung, ergab ihre Untersuchung.
Doch was tun, wenn dieses Netz reißt, wenn wichtige Bezugspersonen verloren gehen? „Das ist ein ganz großer Einschnitt“, sagt Claudia Hartmann, Leiterin des Senioren- und Generationenreferats des Diakoniewerks Essen. „Plötzlich sind alle Zukunftspläne zunichtegemacht.“ Das Gefühl der Einsamkeit sei ganz normal – und es sollte von Angehörigen nicht kleingeredet werden. „Die Aufforderung „Jetzt geh‘ doch mal wieder unter Leute“ ist wenig hilfreich“, sagt Hartmann.
am Universitätsklinikum Freiburg.
immer mühsamer wird. Hier setzen Besuchsdienste an, die von
vielen Wohlfahrtsverbänden angeboten werden. Bei der Aktion „NAHbarn“ in Jena
beispielsweise besuchen Ehrenamtliche einmal in der Woche ältere Menschen in
deren Wohnung. Die Organisatoren achten besonders darauf, dass sich Senior und
Helfer sympathisch sind. „Denn es geht hier nicht um Haushalts- oder
Pflegedienste, sondern darum, Gesellschaft zu leisten, zuzuhören, Zeit zu
schenken“, erläutert Kathrin Lange-Knopsmeier von Tausend Taten, einem Verein
für bürgerschaftliches Engagement, der das Projekt verantwortet.
Doch was tun, wenn dieses Netz reißt, wenn wichtige Bezugspersonen verloren gehen? „Das ist ein ganz großer Einschnitt“, sagt Claudia Hartmann, Leiterin des Senioren- und Generationenreferats des Diakoniewerks Essen. „Plötzlich sind alle Zukunftspläne zunichtegemacht.“ Das Gefühl der Einsamkeit sei ganz normal – und es sollte von Angehörigen nicht kleingeredet werden. „Die Aufforderung „Jetzt geh‘ doch mal wieder unter Leute“ ist wenig hilfreich“, sagt Hartmann.
Alleinsein ist keine Frage des Alters
Sinnvoller sei es, die Betroffenen zu fragen: „Wie bist du denn früher mit
dem Alleinsein umgegangen?“ Denn Einsamkeitsgefühle sind kein Phänomen des
Alters, sie können in jeder Lebensphase auftreten. „Allerdings wird es in
höherem Alter schwieriger, neue intensive Kontakte zu knüpfen“, sagt Claudia
Hartmann. Freundschaften ergeben sich nicht mehr so selbstverständlich wie in
jungen Jahren. Und nicht jeder schätzt die unverbindliche Geselligkeit eines
Seniorentreffs: „Das ist wie mit dem Seniorenteller: Das Senioren-Etikett
schreckt viele ältere Menschen ab“, sagt Prof. Michael Hüll, Ärztlicher Leiter
des Zentrums für Geriatrie und Gerontologie
Ein Spaziergang mit der Nachbarin
„Es müssen gar nicht immer gleich die großen Aktivitäten sein“, sagt
Hartmann: „Man kann auch einfach der Nachbarin, die einem schon so lange
sympathisch ist, einen gemeinsamen Spaziergang vorschlagen.“ Männer hätten oft
Freude an einer gemeinsamen praktischen Tätigkeit. Das kann ein Ehrenamt sein,
aber auch eine Wandergruppe. Schwieriger ist der Weg aus der Einsamkeit, wenn
der Körper nicht mehr mitspielt und das Verlassen der eigenen Wohnung